Was ist ein Taizé-Gebet?

Geschrieben von Ester Yong-A Nothelfer

Eine Jahresübersicht mit allen Chemnitzer Taizé-Gebeten gibt es hier. Zusätzlich wird jeden Mittwoch das Mittagsgebet in der Jakobikirche als kleines Taizé-Gebet gestaltet. 

Zwar gibt es nicht wirklich eine Liturgie-Form namens Taizé-Gebet, dennoch weiß so manch einer etwas mit dieser Bezeichnung anzufangen.

Überall auf der ganzen Welt gibt es solche Gebete "im Stil von Taizé". Diese Gebete bestehen aus einfachen Elementen: meditativen Liedern, einem Psalm, einer Bibellesung, Fürbitten oder Lobpreis, dem Vater-unser und einer Zeit der Stille, in der jeder für sich beten und über Gottes Wort nachdenken kann. Die Gebete folgen keiner "komplizierten" Liturgie und sollen auch keineswegs eine neue Liturgieform darstellen. Denn das größte Ziel Frère Rogers und seiner Mitbrüder ist die Einheit und Versöhnung der Christen verschiedener Konfession. 

Taizé ist der Name eines kleinen Dörfchens. Es liegt im Südburgund etwa in der Mitte zwischen Lyon und Dijon in Frankreich. Dort gibt es eine internationale, ökumenische Brüdergemeinschaft gleichen Namens, die 1940 von Frère Roger (1915-2005) gegründet wurde. Die Brüder von Taizé leben in Ehelosigkeit und Einfachheit, teilen materielle und spirituelle Güter miteinander. Heute besteht die Communauté aus etwa 100 Brüdern aus über 25 Nationen. Einige Brüder leben in kleinen Fraternitäten mitten unter den Armen.